Hommage an Picasso
Frühlingswiese

Stilrichtungen





Bitte klicken Sie auf das Bild.







Wandmalereien

Seit mehreren Jahren arbeite ich an einer malerischen Sichtweise zu den fast verloren gegangenen Spuren, die unbekannte Freskanten des Mittelalters auf Wänden in unserer Region hinterlassen haben.

Dabei erlebe ich eine ungeahnte schöpferische Inspiration und bringe meine Sichtweise zu den Fresken auf Papier oder Leinwand.

Der Verwitterungsgrad der Fresken, meist sind diese nur auf den untersten Putzschichten erhalten, ist teilweise erheblich. Dafür aber bietet sich mir genügend Spielraum für spannende Interpretationen.

Teilweise waren die verborgenen Fresken auf den Raumwänden lange Zeit unentdeckt geblieben und die entsprechenden Räume werden bis heute sehr unterschiedlich genutzt. Im Gegenüber mit den freigelegten Malereien führe ich jedoch immer einen stillen und schöpferischen Dialog, ganz unabhängig von der gegenwärtigen Raumnutzung.

In einer Ausstellung in Zittau zeigte ich 2016 erstmalig Ausschnitte dieser Arbeiten und vielleicht kann ich auf diesem Weg einen Mäzen oder öffentliche Förderer begeistern, die dieses Projekt der Spurensuche unterstützen möchten.

Die Träume unser Vorfahren

Kleine Dokumentation meiner Arbeit

Wenn ich mich langsam, behutsam auf die Erschließung des Geheimnisses dieser Malereien begebe, so ist mir als ob ich mich in einem Zwiegespräch mit dem/den Erschaffer(n) der Wandmalerei begebe. Ich meine zu erspüren, welche Bandbreite künstlerischer Freiheit im Schaffensprozess gestattet oder in Anspruch genommen wurde.

So bin ich geneigt einer eigenen Hypothese zu folgen: Je mehr dem Maler künstlerische Freiheit eingeräumt wurde, desto mehr Symbolismus ist in seinen Darstellungen zu finden. Aus so einem Blickwinkel heraus ist es für mich nicht verwunderlich, dass optisch sehr gut erhaltene Wandmalereien, wie z.B. das Bild in der Fahrradkirche Diehsa, den Kunsthistorikern bis Dato Rätsel bleibt. Mein Anliegen ist, diese aus heutiger Sicht verschlüsselten künstlerischen Botschaften unserer Vorfahren sichtbarer machen.

Aus einzelnen Motiven erstelle ich maßstabsgerechte Vorlagen, um diese dann malerisch frei interpretiert zu präsentieren.

Beispiel: Kirche in Diehsa aus dem 15. Jahrhundert



Meine persönliche Deutung zu diesem Wanddetail lautet:
Die 4 Evangelisten in symbolischer Gestalt


Wie arbeite ich?
Nach der detailgenauen Bestandsaufnahme der gesamten vorhandenen Wandansicht mache ich Fotos von den einzelnen Figuren und Szenen. Für diese Arbeitsschritte hatte ich selbstverständlich die Erlaubnis der jeweiligen Eigentümer bzw Nutzer eingeholt. Beispielgebend möchte ich mich hier bei den Städtischen Museen Zittau und in Görlitz beim Eigentümer des Hauses zum Goldenen Anker bedanken.



Als nächster Schritt folgt die Ergänzung der fehlenden Linien mit dem Kaligraphistift, entsprechend meiner eigenen Sichtweise. So entsteht eine erste Vision davon, wie die vollständige Wandskizze ausgesehen haben könnte. Im Anschluss entstehen Pastellskizzen und danach größere Bilder in Acryl. So bleiben die Proportionen des Bildes in sich erhalten, unabhängig der Größe in der ich es male.

Der Zittauer Jungbrunnen, schöpferische Interpretation von Gabriele Watterott
Hier beispielhaft: Ausschnitt aus der Wandmitte




Meine Deutung der linken Gestalt weicht von A. Rapp Buri der Verfasserin der Zittauer Zimelien 1“ ab. Dr. Marius Winzeler, Leiter der Städtischen Museen Zittau a.D. und Kunsthistoriker, hält meine abweichende Meinung für realistisch.

Eine meiner Lieblingsstellen dieser historischen Wand ist die rechte, obere Ecke. Auf den ersten Blick meint man Felsen oder Ruinen zu sehn. Bis Dato ist mir keine kunsthistorische Deutung der kaum noch sichtbaren Darstellung bekannt. Meine Deutung dieser Stelle sieht in einer Bildfassung so aus:



Meine Sichtweise in Worten:

Ein dem Jungbrunnen entstiegenes Paar, welches sich wiederentdeckter Annehmlichkeiten des Lebens im herrschaftlichem Himmelbett (im Mittelalter diente das Bett tagsüber auch als Sitzgelegenheit und Empfangsraum) nun erfreuen darf.


nach oben